Ebola-Ausbruch im Kongo
Kirchen sagen Nothilfe zu
Der Ausbruch von Ebola im Ostkongo stellt die CBCA, eine Mitgliedskirche der VEM (Vereinte Evangelische Mission) vor Ort, vor große Herausforderungen. Mit einem umfassenden Notfallplan engagiert sie sich für die Eindämmung des Virus, die medizinische Versorgung und die seelsorgliche Begleitung betroffener Familien. Gleichzeitig verschärft die Krise die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage vieler Menschen.
Von der oftmals tödlich verlaufenden Infektionskrankheit sind vor allem die Provinzen Ituri und Nord-Kivu im Osten des Landes betroffen. Die dort ansässigen Gemeinden der VEM-Mitgliedskirche sind bereits durch kriegerische Konflikte, Vertreibung und Armut stark belastet. Das Wiederaufflammen von Ebola in der Region stellt eine weitere Bedrohung für Leib und Leben der Menschen dar, zumal der Zugang zur Gesundheitsversorgung häufig stark eingeschränkt ist.
Angst, Traumata und mangelndes Wissen über die Krankheit
Nach Angaben der Gesundheits- und Diakonieabteilung der Baptistenkirche CBCA haben sich viele Menschen durch Kontakte während traditioneller Bestattungsbräuche oder bedingt durch die hohe Bevölkerungsmobilität und -dichte in Bergbaugebieten wie Mongbwalu infiziert. Verschärft wird die Lage durch
schlechte Infrastruktur, eingeschränkte Kommunikation, Falschinformationen und teilweisen Widerstand gegen Schutzmaßnahmen, ausgelöst durch Angst, Traumata und mangelndes Wissen über die Krankheit.
Weder Medikamente noch Impfstoff verfügbar
Laut WHO-Berichten wurden im April und Mai knapp 600 Verdachtsfälle registriert, darunter mehr als 140 Todesfälle. Besorgniserregend ist zudem, dass es sich um eine neue Ebola-Variante handelt, für die derzeit weder ein Medikament noch ein Impfstoff verfügbar ist. Prävention und Aufklärung sind daher die einzig wirksamen Mittel zur Eindämmung.
Baptistenkirche entwickelt Notfallplan
Die CBCA hat einen Notfallplan entwickelt, der in den Städten Bunia, Bukavu, Butembo und Goma umgesetzt werden soll. Die geplanten Maßnahmen zur Senkung der Infektions- und Todesraten umfassen Schutzanzüge für das Personal und Materialien zur Isolierung von Infizierten in Krankenstationen, Aufklärungskampagnen durch Flugblätter und Radiomeldungen in den betroffenen Gemeinden sowie unverzügliche Maßnahmen im Verdachtsfall, die Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerialien, besondere Unterstützung von Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderung, psychosoziale und seelsorgliche Begleitung von betroffenen Familien.
Bitte um Spenden und Gebete
In dieser Krise zeigt die VEM-Gemeinschaft einmal mehr gelebte christliche Solidarität. Sie steht an der Seite ihrer Mitgliedskirche und ruft dazu auf, konkrete Hilfe zu leisten – etwa durch Spenden. Unter dem Stichwort „Ebola-Nothilfe DRK“ sind diese per Banküberweisung oder auch online möglich.
Spendenkonto
Vereinte Evangelische Mission
KD-Bank eG
IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08
Stichwort: Ebola-Nothilfe DRK
Stichwort: VEM
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Büros in Wuppertal, Indonesien und Tansania ist eine Gemeinschaft von 39 Mitgliedern – 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs deutsche Landeskirchen und die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt ein ganzheitliches Missionsverständnis. Dazu gehört, die Lebensumstände notleidender und benachteiligter Menschen unter Achtung ihrer persönlichen Würde und Berücksichtigung ihres kulturellen Kontextes zu verbessern.
Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 34 Kirchenkreise mit 527 Kirchengemeinden. Die rheinische Kirche hat mehr als zwei Millionen Mitglieder.
Quellen: Vereinte Evangelische Mission und Evangelische Kirche im Rheinland